Angebote

Turnen

Unser Turnangebot hat mehrere wichtige Funktionen:
Wir unterstützen den Bewegungsdrang der Kinder und leisten einen Beitrag zur körperlichen Entwicklung
Wir achten auf fairen Umgang im sportlichen Spiel
Wir üben gezielt lebenspraktische Handlungsabläufe
Kinder haben einen ungeheuren Bewegungsdrang. Sie wollen rennen, springen, klettern, rutschen, sich verstecken und vieles mehr. Über Bewegung erfahren sie mehr über sich selbst, über ihren Körper, über andere Kinder, aber auch über ihre Umwelt. Zwei Erzieherinnen mit einer Zusatzausbildung in Psychomotorik für Kinder von zwei bis sechs Jahren unterstützen gezielt diesen Bewegungsdrang.

Der Begriff „Psychomotorik“ weist auf die enge Verbindung zwischen seelischen Vorgängen (z.B. Gefühle, Stimmungen) und körperlichen Vorgängen (z.B. Bewegung, Handeln) hin: So werden beispielsweise Gefühle wie Wut, Trauer oder Freude durch Bewegung, Körperhaltung, Mimik und Gestik zum Ausdruck gebracht. Umgekehrt kann körperliche Betätigung die seelische Verfassung verändern, können Mimik oder Gestik anderer Kinder die eigene Haltung beeinflussen. Diese Zusammenhänge können entsprechend aufbereitet für die Kinder erfahrbar werden.

Unser Angebot wirkt sich darüber hinaus auch direkt auf die Entwicklung der Kinder aus. Wir schulen Grob- und Feinmotorik, machen Übungen zum Gleichgewichtssinn, zur besseren Konzentration, zu einer Verbesserung der Ausdauer, der Koordination, der Geschicklichkeit und zum Reaktionsvermögen.

Jeder weiß, dass das Sozialverhalten im Sport eine große Rolle spielt. Wir spielen, toben und turnen zusammen. Auch wenn der Raum groß ist, müssen die Kinder Rücksicht auf die anderen nehmen. Im gemeinschaftlichen Spiel mit- und gegeneinander lernen die Kinder Regeln der Fairness.

Das Turnen ist aber auch ein Ort, an dem gezielt lebenspraktische Handlungsablaufe eingeübt werden: Die Kinder sollen lernen, sich selbständig an- und auszuziehen und ihre Sachen zu ordnen, damit diese nach dem Turnen wieder gefunden werden.

Musik
Kinder sind eigentlich ständig umgeben von Musik. Sie erleben sie allerdings vielfach als unreflektiert passiv. Dabei ist Musik ein wichtiges Ausdrucksmittel.

In den Musikstunden erleben die Kinder Musik ganzheitlich mit möglichst vielen Sinnen und erfahren musikalisches Basiswissen auf spielerische, kindgerechte Weise (Handhabung von Instrumenten, musikalische Parameter, Hören typischer Instrumentenklänge usw.) und lernen Musik als eine von vielen Ausdrucksweisen kennen.

Inhalte unserer musikalischen Angebote sind beispielsweise
Singen und Sprechen von Liedern und Gedichten (gemeinsames Singen als Gruppenerlebnis!)
Gemeinsames elementares Instrumentalspiel mit Orff-Instrumenten oder auf Alltagsmaterialien
Musik mit dem eigenen Körper
Bewegung und Tanz (Freies Tanzen, Erfinden von Bewegungen, Tanzen mit fester Choreographie)
Lauschen auf Umweltgeräusche
Bewusstes Hören von Musikstücken
Grundlagen der Musiklehre (z.B. musikalische Parameter, grafische Notation)
Veranschaulichung von Musik (z.B. charakteristisches der Musik veranschaulichen)
Tanzen und sich im Rhythmus bewegen
Szenisches Spiel
Es wird deutlich, wie viele Möglichkeiten es gibt und wie sehr sie sich mit anderen wichtigen Bereichen überschneiden; ebenso wie auch mit diesen Angeboten soziale Kompetenzen erworben werden können.

Entspannung

Entspannung ist ein maßgeblicher Faktor für das Wohlbefinden des Kindes. Oftmals ist schon im Elementar- und Primärbereich das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, Aktivität und Ruhe, Stress und Erholung gestört und entspricht damit nicht mehr dem naturgegebenen Harmonieprinzip.

Unser Kindergarten ist ein idealer Ort, spielerisch und kindgemäß Entspannungsmethoden, Techniken und Inhalte zu vermitteln, die den Kindern inmitten einer schnelllebigen Umwelt Ruheinseln schaffen.

Kindgerechte Entspannungsübungen, die hier zum Einsatz kommen, wie Traumreisen, Phantasiereisen, Streichelspiele, Bewegungsspiele, Fühl- und Riechübungen sowie Massagen bauen innere Unruhe und Spannungen ab und können zu einem größeren Wohlbefinden der Kinder führen. Massagen und körperliche Übungen lösen muskuläre Verspannungen und bewirken dadurch eine bessere Körperhaltung.

Entspannungsspiele und Phantasiereisen fördern Imaginations- und Konzentrationsfähigkeit und wirken sich positiv auf die Sozialkontakte und das Gemeinschaftsgefühl aus.

Wir haben mit unserer Arbeit besonders auch die Zeit nach dem Kindergarten im Blick: Wer gelernt hat, sich zu entspannen, lernt entspannter.

Daneben gibt es eine Reihe von weiteren Angeboten, die nach Bedarf und teilweise orientiert an den Jahreszeiten auf dem Programm stehen. Stellvertretend seien genannt:
Verschiedene Maltechniken (Wasserfarben, Wachskreide etc.)
Arbeiten mit wertfreien Materialien (Papprollen, Kronkorken usw.)
Exkursionen in Wald und Wiese

Experimentieren und Forschen

Nicht erst seit den einschlägigen Studien ist bekannt, dass es einen großen beruflichen Bedarf in den Naturwissenschaften gibt. Ebenso bekannt ist allerdings auch, dass viele Kinder in den weiterführenden Schulen Mathematik und Naturwissenschaften nicht zu ihren geliebten Fächern zählen. Dabei ist der Wissensdrang in den frühen Lebensjahren auch im Bereich ihrer Lebensumwelt groß.

Wir möchten die Kinder ganz früh an das entdeckende Lernen heranführen. In Experimenten erfahren sie ihre Umwelt, sehen Zusammenhänge und lernen ihre Umgebung genauer zu beobachten. Wir wollen ihr Interesse wecken und wach halten, sie sollen Phänomene nicht als gegeben ansehen, sondern nach den Ursachen fragen. Wir wollen die Neugier der Kinder fördern und ihnen Techniken vermitteln, den Dingen auf den Grund zu gehen. Und wir möchten erreichen, dass dieser Wissens- und Erfahrungsbereich von vornherein positiv besetzt ist.

Die Werkstatt

Dieser außergewöhnliche Lernbereich bietet Kindern an, Erfahrung im Umgang mit Werkzeug (Säge, Hammer, Zange, Feile, Akkuschrauber, Wasserwaage usw.) zu sammeln. Wir arbeiten mit Holzleim, Nägel, Klebeband, Kreppband und Draht. Als zu verarbeitendes Material stehen den Kindern immer Holzstücke, Stöcke, Kronkorken, Papierrollen, Bierdeckel und viele weitere wertfreie Materialien zur freien Verfügung.

Den Kindern wird je nach Jahreszeit ein Motiv (z.B. Hasen, Blumen, Clowns) zum Aussägen und Gestalten vorgeschlagen. Oder es werden Themen aufgegriffen, die das einzelne Kind gerade beschäftigt (“Ich möchte gerne einen Dino oder einen Pinguin aussägen“).

Die Jüngsten machen ihre ersten Erfahrungen am liebsten mit dem Zersägen von Kartons. Dann entsteht im Pappkartonhaus ein Fenster oder eine Tür, dem dann nur noch ein wenig Farbe fehlt.

Wir machen jedes Mal die gute Erfahrung, dass die Kinder im Umgang mit Werkzeug und voller Freude und Anspannung konzentriert am entstehenden Produkt „arbeiten“.